Montag, 16. Januar 2012

RFID-Chips in Kleidung ausgespäht - Gefahr der Erstellung von Bewegungsprofilen

Der Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (FoeBuD) hat in einer publikumswirksamen Aktion vor einem Geschäft der Bekleidungskette “Gerry Weber” in Bielefeld die Daten von in der Kleidung eingenähten Funkchips ausgewertet und die Inhalte für alle lesbar auf eine überdimensionale Sprechblase projizierten.
Die sog. RFID-Chips,welche zu Logistikzwecken in die Kleidung eingenäht waren, haben eine Reichweite von bis zu acht Metern und können von allen handelsüblichen Lesegeräten ausgelesen werden. Ihre eindeutige Identifikationsnummer ermöglicht eine Wiedererkennung und somit die Erstellung von Bewegungsprofilen. Der Chip verbirgt sich im Textilpflegeetiket.

Der FoeBuD fordert sämtliche Funketiketten an der Kasse oder vor dem Versand physikalisch zu entfernen und eine entsprechende verpflichtende Gesetzgebung auf EU-Ebene.

Unser Tip: Kleidung nach dem Kauf in die Microwelle ;-).

Das meint die Modekette Gerry Weber zu Ihren RFID-Chips: "„Mittlerweile ist unsere gesamte Kollektion mit RFID-Tags ausgestattet. Wir sind überzeugt, dass es in den nächsten Jahren einen hohen Durchdringungsgrad mit RFID in der Bekleidungsbranche geben wird. Als Vorreiter der Branche leben wir das jetzt schon. Gerry Weber ist der erste Mode-Hersteller, der die textile Kette durchgängig von der Produktion bis zum POS mit RFID unterstützt und dabei eingenähte Tags einsetzt.“ - Dr. David Frink, Vorstand"
siehe auch Webseite Gerry Weber

Die ARD-Sendung "Markt" sendet am Montags, 16.1.2012, 21.00 Uhr - 21.45 Uhr, WDR FERNSEHEN
(Wiederholung: Mittwoch 18.1.2012, 14.15 Uhr - 15.00 Uhr)
zum Thema RFID-Chips in Textilien einen Beitrag, der bei der Aktion vor Ort, beim FoeBuD e.V., Gerry Weber und weiteren Orten gedreht wurde. 

siehe auch Infos zum Thema unter FoeBuD

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